Martin Pohl, Ohne Titel (Aula II), Acryl auf Baumwolle, 70 x 80 cm, 2019

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Zum Werk

„Pohl kann in seiner Reduktion auf fundamentale Malvorgänge zu den Vertretern einer prozessualen Malerei gezählt werden. Prozessuale Malerei ist der Versuch, Bildgestaltung primär aus maßgeblichen Eigenschaften und Reaktionsweisen der Farben zu entwickeln und nicht aus narrativen oder kompositionellen Vorstellungen.
Durch An- und Zumalen, Zuspachteln, Tropfen, Spritzen, Eintauchen und Anschütten entstehen kreativ gelenkte Selbstdarstellungen von Malerei, in denen die Konsistenz der Farbe in ihrem Verhältnis zur Schwerkraft und zur Beschaffenheit des Bildträgers sichtbar wird. Grundgelegt waren solche Ansätze in der gestisch-prozessualen Malerei des Informel, deren zunehmende Entleerung zur pathetisch-akademischen Attitüde aber zum Gegenbild dieser neuen selbstreflexiven Malerei wurde. Das Ergebnis prozessualer Malerei in reinster und reduziertester Form sind Monochromien wie die von Yves Klein oder musterartige All-over-Strukturen wie Jackson Pollocks ‚drip paintings‘. Aber bis heute gibt es ein breites Spektrum unterschiedlichster individueller Ausformungen dieses Phänomens. Martin Pohl nimmt darunter eine konsequent eigenständige Position ein.“
Katalog Martin Pohl, Seite 45, ISBN 978-88-7283-420-6

Allgemeines zu Martin Pohl

1961 geboren in Tarsch, Südtirol. Von 1987 bis 1992 Studium an der Universität für angewandte Kunst in Wien bei Prof. Ernst Caramelle. Von 1993 bis 1995 Lehrbeauftragter an der Universität für angewandte Kunst in Wien. 2002 bis 2004 Arbeitsstipendium für Paris. 2005 bis 2006 Arbeitsstipendium für Wien. Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland. Martin Pohl lebt und arbeitet in St. Pauls und Wien.

Verfügbare Werke des Künstlers.
Ausstellungen: Die weißen Berge.
Mehr zu Martin Pohl.

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